Berühmte Rezepte haben oft eine Geschichte. Ob wahr oder nicht wahr, zur Entstehung dieses Carpaccio-Rezepts wird folgende Begebenheit erzählt: Signore Cipriani, Besitzer der berühmten Harry's Bar in Venedig, war nach dem Besuch einer Kunstaus-stellung des Renaissance-Malers Vittorio Carpaccio (1455 -1525) von dessen Bildern überaus beeindruckt. Die lebhaften Farbkontraste, insbesondere die Werke in rot-weiss, inspirierten Giuseppe Cipriani dazu, das bisher bekannte Carpaccio-Rezept zu ändern. Nach der ursprünglichen Zubereitungsart - sie wird selbstverständlich auch heute noch serviert - wird das Fleisch nur mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und gehobeltem Parmesan gewürzt. Carpaccio gibt es heute in vielen interessanten Varianten: Anstelle von Rindfleisch kann zum Beispiel Lamm- oder Kalbfleisch oder Fisch - zum Beispiel Lachs - verwendet werden. Wer das Fleisch nicht roh mag, kann die Scheiben auch sekundenschnell anbraten. Auch mit knackig gegartem und danach hauchfein geschnittenem Gemüse lässt sich eine schöne Carpaccio-Alternative zubereiten.