Die Bezeichnung «Tatare» - so die Überlieferung - stammt von mongolischen Nomadenstämmen, die «Tataren» genannt. Die Geschichte erzählt, dass sie vor ihrem morgendlichen Ausritt Stücke von frisch geschlachtetem Fohlenfleisch unter ihre Pferdesättel gelegt haben sollen. Bei ihrer Heimkehr - nach Einbruch der Nacht - soll das Fleisch für ihr Abendessen schön zart und mürbe gewesen sein... Bis vor einiger Zeit war mit Tatar zweifelsfrei jenes aus rassig gewürztem, gehacktem Rindfleisch, das «Beefsteak Tatar», gemeint. Dazu werden die zartesten Stücke vom Rind, das Filet oder Roastbeef verwendet. Inzwischen sind unter dem Einfluss neuzeitlicher, leichterer Ernährungsweise zahlreiche weitere köstliche Tatar-Varianten entstanden. Gemüse, Pilze oder Fisch - zum Beispiel frisches Lachsfilet - ergeben zusammen mit Kräutern und Gewürzen die überraschendsten Tatar-Kreationen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Die Hauptzutat wird immer feinwürflig geschnitten.